Kostenstelle: Bedeutung des Istmengenkennzeichen
Fragestellung
Was bedeutet das Istmengenkennzeichen der Kostenstelle und wie wird es verwendet.
Bedeutung/Verwendung
Das Istmengenkennzeichen steuert die Erhöhung des physikalischen Lagerbestand eines lagergeführten Artikel bei der Mengenbuchung. Grundlage ist dazu immer eine Kostenstelle.
Das Istmengenkennzeichen kann in der Kostenstelle vorgegeben sein.
Dieses Kennzeichen wird durch das Einlasten im entsprechenden Arbeitsplan gesetzt. Pro Arbeitsplan kann nur einmal das Istmengenkennzeichen aktiv sein.
Hat man mehrere Kostenstellen mit Istmengenkennzeichen, und werden diese auch gleichzeitig in einem Arbeitsplan verwendet, dann wird beim Einlasten nur die letzte dieser Kostenstellen mit dem Istmengenkennzeichen versehen.
Ist in keiner Kostenstelle ein Istmengenkennzeichen gesetzt, so ist immer die letzte Kostenstelle des Arbeitsplans diejenige Kostenstelle, die für die Erhöhung des Lagerbestands verantwortlich ist.
Beispiel
Es wird ein F-Artikel angelegt, bestandsgeführt, mit einem Arbeitsplan.
Der Arbeitsplan hat 3 Kostenstellen:
K1 mit Istmengenkennzeichen
K2 mit Istmengenkennzeichen
K3 ohne Istmengenkennzeichen
Der F-Artikel wird im Auftrag eingelastet. Es entstehen 3 Lohnscheine.
Es wird auf den Lohnschein 1 (K1) Zeit gebucht mit Menge 1, der Lagerbestand wird trotz Istmengenkennzeichen NICHT erhöht.
Es wird auf den Lohnschein 2 (K2) Zeit gebucht mit Menge 1, der Lagerbestand wird erhöht.
Auszug aus dem InfoCenter Fertigung. Hier sieht man, dass nur eine Kostenstelle das Istmengenkennzeichen besitzt.
Mengenbuchungen erfolgen über das Modul Mengenbuchung, über die Erfassung von Auftragszeiten oder entsprechende BDE-Buchungsarten.