LogiKal SQLite Schnittstelle Konzept
Ausgangssituation
Aufgabenstellung
Die neu verfügbare PROFLEX® SQLite-Schnittstelle ermöglicht es Positions- und Losinformationen aus der Metallbausoftware LogiKal® auf Basis der SQL-Datenbanktechnologie SQLite® zu übernehmen. Zusätzlich werden, im Vergleich zur bestehenden XML-Schnittstelle, wichtige zusätzliche Informationen zur Verfügung gestellt.
Aktuelle Umsetzung/Lösung
Derzeit erfolgt der Datenaustausch zwischen LogiKal® und PROFLEX® ausschließlich unidirektional über eine XML-Datei.
Zielsetzung/Nutzen
Mit der Neuentwicklung der Schnittstelle auf Basis SQLite werden folgende Mehrwerte geschaffen:
Datenbankbasierte und zukunftssichere Technologie auf Grundlage des weit-verbreiteten Datenbankstandards SQLite®
Es werden zusätzliche Informationen seitens LogiKal® auf Positions- und Los-Ebene zur Verfügung gestellt
Verbesserte Performance beim Einlesen der Daten durch direkten SQL-Zugriff
Technische Grundlage für die zukünftige Entwicklung der Live-Schnittstelle
(auf Basis API 3.x)
Die bestehende XML-Schnittstelle bleibt weiterhin aktiv und kann auch bis zur Abkündigung (ca. Ende Q2/2021) verwendet werden. Es wird jedoch empfohlen umgehend auf die neue SQLite Schnittstelle zu wechseln, um die neuen Features nutzen zu können.
Diese sind:
Positionen
Detailliertere Kostenaufteilung durch Verwendung neuer Kalkulations-
gruppe in LogiKal®Übernahme zusätzlicher und freier Kostengruppen
Übernahme reiner Material- und Textpositionen
Lose (Material und Fertigung)
Definition von Importschemata (Gruppen) zum vereinfachten Einlesen aller gewünschten Daten während der Auftragsbearbeitung
Fertigungslose können zusätzlich zu den Zeiten auch beinhalten:
- Elemente mit Stückzahl und LV-Zuordnung
- Benötigtes Material für das Fertigungslos für Materialeinkauf.Materiallose
- Übernahme verbesserter Texte für die Glasbeschreibung
Einsatzelemente
Werte aus in LogiKal® erstellten Positionen mit Einsatzelementen werden jetzt ebenfalls übernommen (Positionen/Lose)
Umsetzung/Leistungsumfang
Fachliche Umsetzung
Die neue SQLite Schnittstelle ist nahtlos in die Bearbeitung in PROFLEX® eingebunden. Der Import der Daten erfolgt durch identische/vergleichbare Mechanismen wie bei der XML-Schnittstelle. Es müssen lediglich andere Auswahl-Dialoge oder Menüaufrufe verwendet werden
Somit ist eine schnelle Umstellung möglich, da keine neuen Verfahren und Bearbeitungsschritte durchzuführen sind. Um die neuen erweiterten Möglichkeiten zu nutzen, sind im Vorfeld Einstellungen und Vorgaben vorzunehmen, bevor die Schnittstelle in Betrieb genommen werden kann (siehe Voraussetzungen).
Durch die neuen Übergabemöglichkeiten kann es auch sinnvoll sein, die Abläufe im Unternehmen anzupassen. Insbesondere bietet die neu Übergabe von Fertigungslosen inkl. Elementen neue Möglichkeiten der Fertigungssteuerung und Elementverfolgung. Wenden Sie sich hierzu an unseren Customer Service.
Technische Umsetzung
In PROFLEX® erfolgt die Übernahme der Daten - wie schon bei der bestehenden XML-Schnittstelle – in zwei Schritten:
a) Lesen der SQLite Datei und übertragen der Werte in Zwischentabellen der
PROFLEX® Datenbank
b) Übertragen der Werte der Zwischentabellen in die Bereiche Angebot und Auftrag
Schematische Darstellung:

Durch das neue Schnittstellenkonzept und die Trennung in die Schritte der Datenbereitstellung und des manuellen Imports, ist eine zusätzliche Automatisierung möglich.
Die Datenbereitstellung – das Lesen der SQLite-Datei und das Übertragen in die Zwischentabellen - kann optional auch automatisiert im Hintergrund erfolgen. Hierzu steht das Programm PROFLEX® Worker PROWORKER.EXE zur Verfügung, welches im PROFLEX® - Installationsverzeichnis zu finden ist.
Wird dieses eingesetzt, entfällt beim manuellen Import die notwendige manuelle Datenbereitstellung. Die Performance wird dadurch merklich gesteigert.
Hierzu ist eine vorherige Konfiguration des PROFLEX® Worker notwendig (siehe Voraussetzungen)
Der Import der bereitgestellten Daten erfolgt, wie bei der XML-Schnittstelle, über einen Übergabedialog, der jedoch weitere Optionen beinhaltet. Weitere Ausführungen dazu unter der Detailbeschreibung.
Voraussetzungen – PROFLEX®
Folgende Voraussetzungen müssen gegeben sein:
Lizenzierung
Es ist eine Lizenzierung des Branchenpakets: Metall-| Fenster-| Fassadenbau notwendig oder eine Freischaltung der Einzellizenz: LogiKal® - Schnittstelle. Wenn die bestehende XML-Schnittstelle bereits im Einsatz ist, ist keine weitere Lizenzierung notwendig.
Systemeinstellungen – PROFLEX®
Programmaufruf: | System | Systemeinstellungen | Arbeitsplatzeinstellungen |
Reiter: Schnittstellen Kalkulations-/Planungssysteme

Es muss ein gültiges Übergabeverzeichnis angegeben werden, über welches die Daten zwischen LogiKal® und PROFLEX® ausgetauscht werden.
Es wird für die XML-Schnittstelle und die SQLite Schnittstelle das gleiche Verzeichnis verwendet.
Kalkulationsgruppen – PROFLEX®
Wie bei der XML-Schnittstelle überträgt LogiKal® die Positionskosten auf Basis sog. Kalkulationsgruppen. Diese müssen in PROFLEX® zu Kostenstellen zugeordnet werden.
Leider besteht keine Möglichkeit, die bestehenden Zuordnungen aus der XML-Schnittstelle zu verwenden, da in der SQLite-Schnittstelle komplett andere Kostengruppen verwendet werden. Auch ist eine programmatische Umsetzung der alten Zuordnung (XML zu SQLite) nicht möglich. Die Kostengruppen für den Artikelimport bleiben davon unberührt.
Programmaufruf: | Stammdaten | Kostenrechnung | Kalkulationsgruppenzuordnung
1 Auswahl: Kalkulationssystem: LOGIKAL SQLITE

Es besteht die Möglichkeit, die Kalkulationsgruppen manuell auf einmal zu erfassen und Kostenstellen zuzuordnen oder durch den Import Stück für Stück zu erledigen. Wie beim XML-Import meldet PROFLEX®, falls Kalkulationsgruppen mit Werten angesprochen werden, jedoch keine Kostenstellenzuordnung besitzen.
Eine Vereinfachung, um sofort ALLE Kalkulationsgruppen manuell zuzuordnen, bietet die
2 Werkzeugfunktion Kalkulationsgruppen einlesen

Es werden alle SQLite-Dateien aus dem Übergabeverzeichnis angezeigt. Es kann auch optional auf ein anderes Verzeichnis mit SQLite-Dateien gewechselt werden.
Welche Datei verwendet wird spielt keine Rolle, da in einer auftragsbezogenen SQLite-Datei IMMER ALLE Kalkulationsgruppen seitens LogiKal® übermittelt werden, auch wenn keine Beträge zugeordnet sind.
3 Manuelle Zuordnung
Je Kalkulationsgruppe kann manuell eine PROFLEX® Kostenstelle angegeben werden. Hierbei können auch mehrere Kalkulationsgruppen zu einer Kostenstelle zusammengefasst werden – je nach Anforderung an die Darstellung im PROFLEX® Kalkulationsblatt.
Besonderheit: Kostengruppen für Gemeinkosten und Gewinn
In LogiKal® werden Gemeinkosten und Gewinne je einzelner Kalkulationsgruppe ausgewiesen (separat als Werte und nicht als eigene Kalkulationsgruppen). Um eine Zuordnung in PROFLEX® zu ermöglichen, werden bei der automatischen Kalkulationsgruppen-Anlage zusätzlich zu jeder echten Kalkulationsgruppe, generische Kalkulationsgruppen mit den Endungen:
xxx-OVERHEAD (Gemeinkosten)
xxx-PROFIT (Gewinn)
angelegt. Somit besteht die Möglichkeit die Einzelkosten, Gemeinkosten und den Profit je Kalkulationsgruppe zusammenzufassen oder als Einzelkosten und Sonderkosten auszuweisen.

Definition Importgruppen – PROFLEX®
Programmaufruf:| System | Funktionseinstellungen | Firmengrundeinstellungen |
Reiter: Materialtöpfe
Auswahl: Kalkulations-/Planungssystem

Es können durch manuelle Eingabe die einzelnen „Töpfe“ definiert werden. Diese können für die einzelnen Datenbereiche:
Material:
Profile
Gläser
Paneele/Füllungen
Dichtungen
Beschläge
Zubehör
Eckvulkanisierte Dichtungsrahmen
Sonstiges
Individualartikel
Zeiten:
Fertigungszeiten
Montagezeiten
TB-Zeiten
Zeiten (generell)
NEU:
Elemente
beliebig kombiniert werden.
Ausnahme Elemente: Diese werden als Los angelegt und können nur mit Fertigungszeiten oder Montagezeiten zusammen übernommen werden.
Die einzelnen “Töpfe“ können Importgruppen zugeordnet werden. D.h. „Töpfe“ mit der gleichen Importgruppe gehören zusammen und können später ausgewählt und auf einmal importiert werden.
So kann zum Beispiel eine Gruppe Vorabbedarf erstellt werden, die lediglich die „Töpfe“ für Profile beinhaltet.
Durch die freie Definition der „Töpfe“ und Importgruppen können Datenbereiche mehrfach importiert werden.
Bitte genau prüfen ob die Definition den Anforderungen entspricht!

Automatische Bereitstellung – PROFLEX® Worker
Um die Datenbereitstellung zu automatisieren (läuft als eigenes Programm in der Taskleiste) muss der PROFLEX® Worker einmalig konfiguriert werden. Folgende Einstellungen sind notwendig (Starten PROWORKER.EXE).
Wenn PROFLEXWORKER.EXE schon verwendet wurde, so ist er in der Task-Leiste minimiert angezeigt.

Mit der rechten Maustaste auf das Symbol klicken dann | System | Einstellungen
Reiter: Allgemeine Einstellungen

Datenbank: realer DB-Name in SQLBase; muss nicht mit dem angezeigten DB-Namen beim PROFLEX® Login überein-stimmen.
Benutzer/Passwort: Nicht der PROFLEX® Benutzer, sondern der echte DB-Benutzer, in der Regel SYSADM/SYSADM
Zeitsteuerung/Darstellung: Dienen der Angabe, ob ein Hinweis als Liste oder nur als Meldung erfolgen soll. Darüber hinaus kann die Anzeigedauer des Hinweises festgelegt werden.
Reiter: Externe Programme

Zeitsteuerung: Angaben, in welchen Intervallen die Datenbereitstellung geprüft und durchgeführt werden soll und wie weit zurück noch nicht importierte Daten gemeldet werden sollen.
LOGIKAL Aktiv: Option muss gesetzt sein, damit LogiKal® SQLite-Daten eingelesen werden. Hinweis: Der Pfad (lt. Arbeitsplatz) MUSS gefüllt sein!
Die Einstellungen sind zu speichern und PROWORKER.EXE ist bei Aufforderung neu zu starten.
Voraussetzungen – LogiKal®
Um Daten aus LogiKal® mittels der SQLite-Technologie übernehmen zu können, muss seitens LogiKal® eine Einrichtung erfolgen. Hierzu wenden Sie sich bitte direkt an die Orgadata AG.
Mögliche Kosten, die in Zusammenhang mit der Freischaltung der SQLite-Schnitt-stelle entstehen können, sind ebenfalls direkt mit dem Hause Orgadata AG zu klären.
Detailbeschreibung
Import Angebotspositionen/Auftragspositionen
1 Werkzeugfunktion: | Import | Externe Dateien bereitstellen
Dieser Aufruf ist vor dem eigentlichen Import immer dann notwendig, wenn die automatische Bereitstellung durch den PROFLEX® Workers NICHT aktiv ist.
Ist dies nicht der Fall, so ist diese Funktion vor dem eigentlichen Import zwingend auszuführen.
Es werden ALLE bereitgestellten SQLite-Dateien in die Zwischentabellen übertragen und stehen dann für den Import zur Verfügung. Einzelne Dateien (LogiKal Objekte) können im Rahmen des Imports selektiert werden
2 Werkzeugfunktion: | Import | Importieren

System: explizit LOGIKAL SQLITE wählen, wenn mehrere Systeme aktiv sind.
Auswahl Objekte: Be-reitgestellte Daten zum Import.
Inhalt: Darstellung der Objektdaten (Informativ)
In der Tabelle stehen über die rechte Maustaste Funktionen, zum Löschen von Einträgen und das Entfernen von Zuordnungen zu Angeboten/Aufträgen zur Verfügung.
Soll der Inhalt einer SQLite Datei über die Funktion | Dateiinformationen | ange-zeigt werden, so benötigen Sie einen installierten SQLite Browser (z.B. DB Browser for SQLite ( https://sqlitebrowser.org )
Symbole in der Tabelle (Status des Imports):
Grüner Kreis: Daten wurden bereits importiert und in PROFLEX® verwendet
Rotes Dreieck: Daten wurde noch nicht importiert – wird durch den PROFLEX® Worker gemeldet!
Gelbes Quadrat: Daten wurden teilweise importiert – nicht alle Positionen aus der bereitgestellten LogiKal® SQLite Datei wurden in PROFLEX® verwendet
Die Anzeige erfolgt für Angebote und Aufträge getrennt. D.h. wenn ein Objekt/Auftrag beim Angebotsimport mit einem grünen Symbol versehen ist, ist es im Auftragsimport noch mit einem roten Symbol versehen.
Bei der Übernahme im PROFLEX® Bereich Aufträge kann zusätzlich die Import Auswahl selektiert werden. Im Angebot ist dies nicht der Fall.
Mit dem |Weiter| Button gelangt man in die nächsten Import-Schritte. Diese unterscheiden sich nicht vom XML-Import und wird an dieser Stelle nicht weiter erklärt.
Importe „Töpfe“ Material und Fertigung
1 Werkzeugfunktion: | Import | Externe Dateien bereitstellen
Dieser Aufruf ist vor dem eigentlichen Import immer dann notwendig, wenn die automatische Bereitstellung durch den PROFLEX® Worker NICHT aktiv ist.
Ist dies nicht der Fall, so ist diese Funktion vor dem eigentlichen Import zwingend auszuführen.
Es werden ALLE bereitgestellten SQLite-Dateien in die Zwischentabellen übertragen und stehen dann für den Import zur Verfügung. Einzelne Dateien (LogiKal Objekte) können im Rahmen des Imports selektiert werden
2 Werkzeugfunktion: | Import | Importieren
Der Dialog stellt sich identisch dar, wie beim Importieren der Angebots- oder Auftragspositionen.
Durch die Selektion Fertigungslos/Materialtöpfe importieren im Bereich Import Auswahl und dem |Weiter| Button gelangt man zum nächsten Schritt um „Töpfe“ zu importieren.

Loskennung: eindeutige Kennung für den Import
Bezeichnung: optionale Bezeichnung zum vereinfachten Filtern
Die restlichen Losinformationen unter-scheiden sich nicht vom XML-Import
Auswahl der Importgruppen:
Durch Auswahl einer oder mehrere Importgruppen (definiert in den Firmengrundein-stellungen) kann angegeben werden, welche „Töpfe“ übernommen werden, ohne diese einzeln in der Tabelle Fertigungslos-/Materialtopfinformationen aktivieren und deaktivieren zu müssen.
Fertigungslos-/Materialtopfinformationen:
Es stehen zusätzliche Datenbereiche zur Verfügung, die beim Import berücksichtigt werden können. Somit können die Fertigungslose besser für den weiteren Fertigungsablauf genutzt werden. Zum Beispiel:
Reine Fertigungslose
mit/ohne Elemente
Fertigungszeiten
mit/ohne benötigtem Material
Reine Montagelose
mit/ohne Elemente
Montagezeiten